Der Bericht über die „Waldzustandserhebung 2011" hat für die „Grünfraktion" in der CDU-Fraktion mit den Landtags-abgeordneten Günter Heinrich, Hans-Gerd Jene und Edmund Kütten viel von seiner ursprünglichen Dramatik verloren.

Wald

Zu diesem Schluss kommen die drei CDU-Parlamentarier nach der heutigen Sitzung des Umweltausschusses im Landtag. Dort wurde der Waldzustandsbericht nochmals eingehend beraten.

Der Waldzustand ist stark abhängig von den Monatstemperaturen in der jeweiligen Vegetationsphase. In 2011 blieben die Temperaturen im April und Mai deutlich über dem sonst üblichen Jahresmittel, was sich positiv auf die Vegetation auswirkte. Dies hat bei Buchen erneut zu einem starken Mastjahr geführt. Mastjahre mit entsprechender Fruchtbildung führen zu Kräfteverzehr im Boden und in der Folge besonders zur Schwächung von Buchenbeständen.

Gleichzeitig wirken sich aber Mastjahre ausgesprochen positiv auf den „Nachwuchs" in den Buchenbeständen als die bestimmende Baumart im Saarland aus. Da durch Umwelteinflüsse sehr viel Stickstoff eingetragen wird, der das Wachstum der Bäume fördert, kommt es durch dieses massive Wachstum der Bäume zum starken Nährstoffentzug aus dem Boden - mit der Folge der Versauerung der Böden. „Von daher", so Günter Heinrich „macht der erhöhte Holzeinschlag für den Nährstoffhaushalt im Waldboden Sinn".

Mit Blick auf dieses besondere Waldwachstums-Jahr lässt sich die These aufstellen, dass sich der viel gescholtene Rehwildverbiss letzten Endes gar als Regulativ für einen gesunden Waldbestand erweisen kann, weil er die Folgen der Mastjahre und den dadurch bedingten Nährstoffentzug bremsen kann. Der Schalenwildverbiss ließe sich im Saarland lediglich nur punktuell als der Verursacher von Waldschäden ausmachen, folgert die Grünfraktion in der CDU.

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Februar 2012

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